Kitesurfing Ägypten Zaafarana Reisebericht
Camping in Zaafarana, Warum! Dazu komme ich später
Meine Freundin und ich flogen mit Air Berlin am 07.08.2010 von München nach Ägypten. Der Zielflughafen war Kairo, diesen erreichten wir um drei Uhr nachts. Dort angekommen sollte eigentlich ein Fahrer auf uns warten, so war es leider nicht. Doch ein netter Flughafenmitarbeiter gab mir sein Handy und ich konnte die Reiseleitung Ibi&AndFriends anrufen. Nach kurzem hin und her tauchte plötzlich der Fahrer auf. Nun hatten wir eine dreistündige Autofahrt nach Zaafarana vor uns.
Zaafarana liegt ca. 210 km von Kairo und 240 km von Hurghada entfernt. Die Autofahrt war ein Erlebnis für sich und wir waren froh als wir heil ankamen. Mitten in der Dunkelheit laufen Kamele auf der „Autobahn“, sowie das Beduinenvolk. Durch geschickte Ausweichmanöver und kurzes Hupen, wurden die plötzlich auftretenden Probleme gelöst. Es ist auch nichts außergewöhnliches, wenn dir Autos entgegenkommen. Doch durch kurzes Hupen und betätigen der Lichthupe wurde auch dieses Problem auf die ägyptische Art und Weise gelöst.
Nach der atem(be)raubenden Fahrt wurde das Hotel angefahren. Dieses liegt mitten in der Wüste und sonst ist weit und breit nichts. An der Rezeption wurden wir bereits erwartet, und wir wurden zu unserem Zimmer gebracht. Wir schleppten unsere zwei Koffer und das Kitebag in den dritten Stock. Es gibt keinen Aufzug.
Auf dem Zimmer angekommen ließ sich meine Freundin ins Bett fallen und sprang auch so gleich wieder raus, da es nicht ganz so sauber war. Wir ließen es erstmal neu beziehen und bekamen ein nettes „no problem“ zu hören!
Die Klimaanlage lief zwar, aber es kam mehr warme Luft als kalte. Sie schaffte es immerhin das Zimmer auf 32 Grad abzukühlen.
Nachdem wir die Koffer ausgeräumt hatten, gingen wir zum Frühstücksbuffet, dass ist in Ordnung. Das Abendessen ist ebenfalls ok. Man kann sagen, dass man schon mal schlechter gegessen hat.
Nach der Stärkung gingen wir mit unserem Kitebag zur Station und nahmen probt den „falschen Weg“. Wir liefen zwischen Ruinen und vermüllten Wegen. Es wurde nach dem dritten Tag als „Kabul-City“ bezeichnet. Ich empfehle den anderen Weg, um das Urlaubsgefühl ein wenig hoch zu halten.
Nun zum richtig geilen Spot. Jeden Tag hatten wir Wind und ich rede von einem richtig guten Wind. Wir waren acht Tage in Zaafarana und waren jeden Tag draußen. Der Wind blies „sideshore“ aus Norden. Wir hatten Tage mit 25 Knoten und schwächere mit 18 Knoten. Meine Freundin und ich fuhren die meiste Zeit mit unserem 9qm Kite. Das Wasser war angenehm warm und wir waren nur mit Short und Lycra draußen.
Der Spot ist je nach Wasserstand ein absolutes Stehrevier oder ein zweimetertiefer Spot. Das Wasser ist klar und man sieht den Sandboden. Die Wasserfarben reichen von türkisblau bis zu dunkelblau. Mit Glück bekommt man auch Besuch von Delphinen. Es gibt keine Korallenriffe oder gemeine Hindernisse.
So nun zum Platzangebot. Wenn man so auf der Liege chillt und überlegt sich, ob man kiten möchte und zählt acht kites und drei Windsurfer, dann war schon echt viel losJ. Nun hat man noch ein wenig gewartet und man hatte zur Belohnung den ganzen Spot für sich.
Was auch sehr angenehm ist, dass die Anfängerkurse ihren „eigenen“ Spot haben.
Die Station ist top. Es gibt WLAN, Kompressor, Chillout-Area, Kitestorage, Rescue….
Danke Christoph für deinen Reisebericht!
